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23.05.2019

Berliner haben Anspruch auf planbare Qualität: Krankenhäuser fordern eine Investitions-Offensive von 3,5 Mrd. €

Das Land Berlin ist seiner gesetzlichen Verpflichtung, in die Krankenhausinfrastrukturen zu investieren, viele Jahre lang nicht ausreichend gerecht geworden. Es hat sich eine enorme Investitionslücke aufgetan: das geht an die Substanz der Krankenhäuser. Berlin ist eine wachsende Metropole und daher ist aufgrund des Zuzugs vieler Menschen und der demografischen Entwicklung die Werterhaltung, Modernisierung und der Ausbau unserer Kliniken erforderlich.


Der Berliner Senat hat das große Potenzial der Gesundheitsbranche für Berlin erkannt und zur Chefsache gemacht. Es wird ein Programm für die Gesundheitsstadt Berlin 2030 entwickelt. Hier werden sich die Kliniken gern einbringen. „Wir wollen die Zukunft aktiv gestalten, fit für den digitalen Wandel der Medizin werden, alle Potenziale für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Menschen nutzen können, die Bedingungen für Patienten und Pflegende verbessern und mehr Fachkräfte ausbilden – gute Gesundheitsversorgung braucht gesunde Krankenhäuser. Die Senatsverwaltung für Finanzen muss daher jetzt handeln und die Umsetzung der Ziele durch Bereitstellung der notwendigen Investitionsmittel direkt im Haushalt ermöglichen, sonst werden es nur Lippenbekenntnisse bleiben“, so Brit Ismer, Vorstandsvorsitzende der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG).


Hohes Niveau braucht Verlässlichkeit und Transparenz.


Nachhaltige Krankenhausentwicklung und der Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur auf hohem Niveau braucht Verlässlichkeit und Transparenz.


Die BKG hat daher die Investitionsbedarfe der Berliner Krankenhäuser für die kommenden 10 Jahre detailliert analysiert. Das Land Berlin kann sich diesem nachgewiesenen dringenden Investitionsbedarf nicht länger entziehen:




„Immer mehr Menschen, immer mehr altersbedingte und chronische Krankheiten: der Berliner Haushalt muss angepasst werden und zwar mit Blick auf die kommenden 10 Jahre, sonst ist die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Krankenhäuser nicht umsetzbar“, so Marc Schreiner, Geschäftsführer der BKG. „Wenn Berlin als Gesundheits- und Wirtschaftsstandort moderne Strukturen, gute Arbeitsbedingungen und erstklassige Medizintechnik bieten will, müssen wir endlich planen und umsetzen. Die Krankenhäuser sind dazu bereit!“


Berliner Krankenhäuser versorgen jährlich rund 900.000 Patienten vollstationär und rund 1,3 Millionen Notfälle auf hohem Qualitätsniveau, sie beschäftigen rund 53.000 Mitarbeitende und viele weitere Arbeitsplätze in zuliefernden Betrieben hängen am Krankenhaussektor. Jährlich werden viele hundert hochqualifizierte Fachkräfte ausgebildet. Mit einem Jahresumsatz von rund 4,8 Milliarden Euro und außerordentlichen Wertschöpfungseffekten sind die Krankenhäuser ein bedeutender Standortfaktor.



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