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10.07.2018

Maßnahmen der Krankenhäuser zur Bekämpfung multiresistenter Keime zeigen Wirkung

Berlin, den 10. Juli 2018: Nach der heute bekannt gewordenen Antwort der Senatsgesundheitsverwaltung auf eine kleine Anfrage zu nosokomialen Infektionen aus dem Abgeordnetenhaus verweist BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner auf die zahlreichen und intensiven Bemühungen der Berliner Krankenhäuser, Patientensicherheit, Hygiene und insbesondere den Schutz der Patienten vor nosokomialen Infektionen sicherzustellen. Die hierzu von den Krankenhäusern in den vergangenen Jahren ergriffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Infektionen mit dem häufigsten MRSA-Keim seit Jahren rückläufig sind und inzwischen unter dem europäischen Durchschnitt liegen. Bei den Infektionen insgesamt ist in den letzten Jahren kein wesentlicher Anstieg zu beobachten. Wenn man die in den letzten zehn Jahren gestiegenen Fallzahlen und die mit dem demographischen Wandel steigenden Morbiditätslasten mit berücksichtigt, zeichnet sich insgesamt eine Verbesserung der Versorgung ab, so Schreiner weiter. Dennoch ist jeder Einzelfall ein Fall zu viel. Die Berliner Krankenhäuser setzen ihre Maßnahmen zum Schutz vor nosokomialen Infektionen daher weiterhin fort.


Mit dem Infektionsschutzgesetz, der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) und weiteren verbindlichen Vorgaben wurden schon klare Regelungen zur Verbesserung der Krankenhaushygiene und ihrer Transparenz in den gesetzlichen Qualitätsberichten festgeschrieben, die konstant weiterentwickelt werden. Die Berliner Krankenhäuser arbeiten in der Krankenhaushygiene nach den Vorgaben der RKI-Kommission, des Infektionsschutzgesetzes und der Hygiene-Verordnung des Landes Berlin. Sie sind mit führend bei der Einführung freiwilliger Qualitätsmaßnahmen, wie z.B. der Bildung von MRSA-Netzwerken, der Aktion „Saubere Hände“ und der Beteiligung am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS).


Mit dem Ziel, einen Beitrag zu der weit über den Krankenhausbereich hinausgehenden Problematik der multiresistenten Keime zu leisten, unterstützt die Berliner Krankenhausgesellschaft die Senatsgesundheitsverwaltung im Rahmen einer AG zur „Erstellung eines Aktionsplans zur Vermeidung nosokomialer Infektionen“. Verbesserte  personelle Voraussetzungen, einheitliche Hygienestandards in Krankenhäusern und Präventionsstrategien aller Akteure zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen und Übertragung von Keimen werden von der BKG aktiv unterstützt. Auch die   Aufklärung und Schaffung von Transparenz für Patienten und Patientinnen im Fokus stellen einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Problems dar, so Schreiner weiter.


Ein zentrales Problem bei Infektionen insbesondere im Krankenhaus bleiben aber bestimmte antibiotikaresistente Erreger. Diese weltweit große Problematik in der Medizin führt dazu, dass Infektionen nach wie vor zum Tode führen können, da kein Antibiotikum greift. Daher müssen gemeinsame Strategien unter Einbeziehung aller Beteiligter weiterentwickelt und umgesetzt werden. Schreiner abschließend: „Eine verbesserte, gemeinschaftliche Strategie und Prävention ist der richtige Weg, diese Keime zu bekämpfen.“



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