Berliner Projekt – Die Pflege mit dem Plus

Die Besonderheit der Versorgung im Modellprojekt "Berliner Projekt - Die Pflege mit dem Plus" besteht darin, dass angestellte bzw. kooperierende niedergelassene Ärzte mit festen Vereinbarungen sowie Pflegekräfte und Therapeuten Hand in Hand arbeiten. Damit werden die einzelnen Schritte des Betreuungs- und Pflegeprozesses optimiert und aufeinander abgestimmt.

Die am Projekt beteiligten Ärzte bieten eine wöchentliche Visite an und sind im Bedarfsfall rund um die Uhr erreichbar. Durch diese Präsenz wird ein unmittelbarer Therapiebeginn vor Ort ermöglicht.

Krankenhauseinweisungen und Krankenfahrten werden für die Bewohner verringert, diese werden körperlich, psychisch und finanziell entlastet. Dadurch wird die Lebensqualität der rund 1.500 Versicherten erhöht. Ein weiterer Effekt ist die Reduzierung der Gesundheitsausgaben. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte für Bewohner in Projekteinrichtungen ist im Vergleich rund 20 Prozent geringer.

Durch ein Mehr an Qualität bei der ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Betreuung entwickelt die „Pflege mit dem Plus“ bundesweit Signalwirkung und sorgt dafür, dass modellhaft angewandte Versorgungsansätze mittlerweile in die Regelversorgung übernommen werden konnten.

Die 27 Pflegeeinrichtungen des Berliner Projektes sind vorwiegend ehemalige Krankenheime sowie Krankenhäuser bzw. Abteilungen für chronisch Kranke, die mit der Einführung der Pflegeversicherung am 1996 in vollstationäre Pflegeeinrichtungen umgewandelt und in den Landespflegeplan aufgenommen wurden. In diesem Kontext entstand im Jahr 1998 das „Berliner Projekt – Die Pflege mit dem Plus“.