DMEA 2026: KI, Resilienz und sichere Datenräume – Impulse für die digitale Krankenhausversorgung

11.05.2026

Über 900 Aussteller präsentierten Best Practices zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens.

Vom 21. bis 23. April fand auf dem Berliner Messegelände die DMEA – Connecting Digital Health statt. Mit rund 900 Austellern, über 20.500 Besuchern und etwa 470 Speakern ist sie Europas zentrale Plattform für digitale Gesundheitsversorgung – und ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die Digitalisierung im Krankenhaus nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten wollen. Burak Boyaci, BKG-Referent für IT, E-Health und Statistik war vor Ort.

KI-Anwendungen im Krankenhausalltag

Die DMEA 2026 fand vom 21. bis 23. April auf dem Berliner Messegelände statt.

Ein Schwerpunkt der DMEA 2026 war die praktische Integration der KI-gestützten Lösungen in bestehende Klinikprozesse. Dabei ging es nicht nur um neue Anwendungsfälle, sondern um konkrete Fragen der Praxistauglichkeit: Welche KI-Lösungen zeigen messbaren Nutzen – etwa durch Zeitgewinn oder verbesserte Qualitätsindikatoren – im klinischen Alltag? Wie werden Erklärbarkeit, Validierung und ein stabiler Betrieb unter realen Bedingungen sichergestellt? Das Leitbild der „vertrauenswürdigen KI“ – transparent, robust und nachvollziehbar – zog sich als roter Faden durch viele Programmpunkte.

 

Resilienz und Cybersicherheit: Stabiler Betrieb in einer vernetzten Welt

Mit wachsender Vernetzung steigt die Bedeutung von Resilienz: Kliniken benötigen robuste Strukturen, um digitale Dienste auch bei Störungen, Angriffen oder Ausfällen zuverlässig aufrechtzuerhalten. Entsprechend prominent sind 2026 Themen wie IT-Sicherheit, vertrauenswürdige Betriebsmodelle und die Umsetzung regulatorischer Anforderungen in der Praxis. Für Krankenhausverantwortliche stellte sich dabei die praktische Frage, wie regulatorische Anforderungen – zum Beispiel im Cloud-Kontext – effizienter umgesetzt werden können, ohne den Klinikalltag zusätzlich zu belasten.

Gesundheitsdaten & EHDS: Souveräne Datennutzung als Grundlage für Versorgung und Fortschritt

Volle Säle auf der DMEA 2026: Digitale Gesundheitsversorgung im Fokus.

Die DMEA 2026 setzte einen deutlichen Akzent auf datenbasierte Innovationen und die Frage wie Gesundheitsdaten künftig sicher, souverän und sinnvoll genutzt werden können – insbesondere im Kontext des European Health Data Space (EHDS): Der Aufbau nationaler und europäischer Infrastrukturen wurde ebenso diskutiert wie der konkrete Nutzen für Versorgung, Forschung und den Zugang der Patienten zu ihren eigenen Daten. Ergänzende Programmpunkte zu EUDI-Wallet-Anwendungsfällen und der C5-Zertifizierung zeigten, wie vielfältig die Umsetzungsanforderungen sind – und wie wichtig es ist, Datenräume so zu organisieren, dass sie Versorgungsqualität und Forschung stärken, ohne zusätzliche Belastung in den Kliniken zu erzeugen.

Austauschformate mit Praxisnähe und Nachwuchsförderung

Neben Bühnen- und Kongressformaten bot die DMEA 2026 Solutions Hubs für Live-Präsentationen sowie thematisch kuratierte Fachrundgänge – unter anderem zu resilienter Technik und sicheren digitalen Lösungen. Mit dem DMEA sparks Award und dem DMEA nova Award wurden zudem Nachwuchs- und Innovationsformate sichtbar gemacht, die zeigen, dass die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung bereits in der Entwicklung ist.

Warum die DMEA 2026 besonders relevant ist

KI und Robotik: Neue Wege in der Gesundheitsversorgung.

Für Berliner Krankenhäuser ist die DMEA 2026 eine Gelegenheit, zentrale Zukunftsthemen der Versorgung gebündelt zu adressieren: KI-Einsatz mit Qualitätsanspruch, Resilienz in einer hochvernetzten IT-Landschaft sowie Datenökosysteme als Grundlage für moderne  Versorgung und Forschung. Und noch etwas macht diese Ausgabe besonders: 2026 fand die DMEA zum letzten Mal in Berlin statt – ab 2027 wird die Veranstaltung in München fortgeführt. Ein guter Anlass, die Impulse aus diesem Jahr mitzunehmen und in der Hauptstadt weiterzudenken.