Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz

04.06.2024

Der Hitzeaktionstag macht auf Gefahren durch Hitze aufmerksam.

Der Hitzeaktionstag am 5. Juni 2024 appelliert an alle: Hitzegefahren ernstnehmen – Hitzeschutz konsequent umsetzen. Die Berliner Krankenhäuser haben sich auf den Weg zu mehr Hitzeresilienz gemacht. 

Der Klimawandel ist auch in Berlin angekommen. Berlin ist Hitze-Spitzenreiter: Laut DWD Sommerbilanz war die Metropole im Sommer 2023 das wärmste deutsche Bundesland. Hitzetage, also Tage, deren Durchschnittstemperatur bei mehr als 23 Grad liegt, werden weiter zunehmen. Hitze gehört zu den aktuell größten durch den Klimawandel bedingten Gesundheitsrisiken für die Menschen in Deutschland.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft ist Partner des Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, der Ärztekammer Berlin und KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. Die BKG unterstützt Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen bei ihren Maßnahmen für mehr Hitzeschutz.

Das ist wichtig, denn Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen müssen hitzeresilient werden, um Patienten und Personal zu schützen. Die Auswirkungen von extremen Temperaturen machen auch vor der Krankenhaustür nicht halt. Patienten brauchen Schutz vor extremer Hitze – überhitzte Innenräume sind für bereits geschwächte Personen besonders riskant. Die medizinische und pflegerische Versorgung muss sich auf qualitativ und quantitativ veränderte Herausforderungen einstellen. „Hitzefrei“ gibt es für Klinikpersonal nicht. Patienten müssen rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche betreut werden. Dabei führt Hitze laut DAK – Pflegereport bei 17 Prozent der Pflegekräfte dazu, dass sie die von ihnen erwartete Arbeit nur mit Mühe schaffen.  Auch hier muss demzufolge Hitzeschutz ansetzen.

Als sofortige Reaktion auf längere und stärke Hitzeperioden hat die Initiative unter Mitarbeit der Krankenhäuser schon im Jahr 2022 Informationen und Schulungsmaßnahmen zum Hitzeschutz zusammengestellt  sowie den Musterhitzeschutzplan Krankenhäuser erarbeitet und zur Umsetzung empfohlen. Der Plan umfasst sowohl Maßnahmen zur Vorbereitung als auch auf die Hitzewarnstufen des Deutschen Wetterdienstes angepasste Aktionen. Dazu gehören als erste Maßnahmen das Einsetzen einer für den Hitzeschutz verantwortlichen Person, Anpassung von Behandlungspraxis und Arbeitsschutz, Temperaturredaktion und angepasste medizinische Überwachung der Patienten. Zur Vorbereitung auf den Sommer 2024 hat die BKG verschiedene Veranstaltungen zur Vorstellung von Maßnahmen und best-pactice-Beispielen des Hitzeschutzes durchgeführt deren Fortsetzung zur Vorbereitung auf den Sommer 2025 vorgesehen ist.

Krankenhäuser dürfen bei der Umsetzung von langfristigen Maßnahmen zur mittel- und langfristigen Anpassung nicht alleine gelassen werden. Damit Gebäude und Ausstattung der Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen hitzefest gemacht werden kann, benötigen die Häuser ausreichende Investitionen.  Denn Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Politik muss hier handeln.

Links und Downloads

Flyer „Bärenhitze“

Mit dem Flyer „Bärenhitze“ machen Gesundheitssenat und das Landesamt für Gesundheit und Soziales auf richtiges Verhalten bei extremen Temperaturen aufmerksam. Die Berliner Krankenhausgesellschaft hat den Flyer ihren Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Der Flyer „Bärenhitze“ als pdf-Datei

Musterhitzeschutzpläne

Musterhitzeschutzplan Krankenhaus
Musterhitzeschutzplan Stationäre Pflege

Anlässlich der „Fortschrittskonferenz zum Hitzeschutzplan für Gesundheit“ am 24. Mai 2024 hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Bundesempfehlung „Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser“  veröffentlicht. Diese Empfehlung basiert auf dem „Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser“ des Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin.

BMG Musterhitzeschutzplan Krankenhäuser

Hitzeaktionstag

Der Internetauftritt des Hitzeaktionstags