Knapp 50 Plankrankenhäuser behandeln an über 60 Standorten knapp 800.000 Patientinnen und Patienten vollstationär sowie eine Million Menschen ambulant. Mit rund 67.400 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 7,9 Milliarden Euro sind die Kliniken zudem ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion Berlin. Die Zahl der Beschäftigten steigt seit einem Jahrzehnt kontinuierlich an – ein Beleg für die Rolle der Krankenhäuser als stabile Arbeitgeber und tragende Säule des Berliner Arbeitsmarkts. Der demografische Wandel und der Fachkräftebedarf in einer stetig wachsenden Metropole stellen die Kliniken jedoch weiterhin vor erhebliche Herausforderungen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Pflege: Rund ein Drittel der Beschäftigten arbeitet im Pflegebereich, der Bedarf wächst weiter. Entwarnung für den Fachkräftemangel bedeuten diese Zahlen aber nicht. Hauptgrund ist der sich bereits vollziehende demografische Wandel, in dessen Folge zu wenig Schüler und Schülerinnen auf den Arbeitsmarkt strömen und gleichzeitig immer mehr Angestellte in den Ruhestand eintreten. Gleichzeitig übernehmen die Kliniken eine wichtige Rolle in der Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte. Unterstützung erhält dieser Bereich durch die Pflegestärkungskampagne der BKG. #PflegeJetztBerlin engagiert sich unter anderem mit ihren Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern für mehr Pflege in der Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung.
Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft: „Zahlen, Daten, Fakten zeigt: Die Krankenhäuser Berlins sind auch im Jahr 2026 nicht nur wichtiger Wirtschaftsfaktor, sie bilden auch viele junge Erwachsene in einem zukunftssicheren Beruf aus. Dafür setzen wir uns mit unserer Kampagne #PflegeJetztBerlin ein. Krankenhäuser sind zudem ein attraktiver Arbeitgeber. Die mit dem KHAG vorgesehenen Änderungen am Pflegebudget werden der Realität dieses sinnstiftenden Berufs jedoch nicht gerecht. Wenn Pflegekräfte künftig Tätigkeiten wie Angehörigenbetreuung, Entlassmanagement oder Dokumentation nicht mehr über das Pflegebudget abbilden können, ist das praxisfern und schafft zusätzliche Bürokratie. Für eine verlässliche Pflege brauchen die Kliniken realistische Rahmenbedingungen – damit wird auch der Pflegeberuf weiter gestärkt.“
Die Broschüre Zahlen, Daten, Fakten 2026 steht in digitaler Form unter https://www.bkgev.de/zahlen-daten-fakten/ zur Verfügung.