KlinikRETTUNG jetzt!

Kein Geld, keine Krankenhausversorgung! Wir protestieren!
KlinikRETTUNG jetzt! Rund 3.000 Beschäftigte der Berliner Krankenhäuser und ihre Unterstützer demonstrierten gemeinsam gegen das GKV-Kürzungsgesetz. Foto Gregor Matthias Zielke

Aktuelles: „GKV-Kürzungsgesetz ist Abrissbirne für Krankenhausversorgung“: mehrere Tausend Teilnehmer bei Klinikprotest heute

Rund 3000 Beschäftigte aus Berliner Krankenhäusern sowie Unterstützerinnen und Unterstützer demonstrierten am 11. Juni 2026 am Brandenburger Tor gegen die geplanten massiven Kürzungen durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz protestiert. Zu der Kundgebung hatten die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Gewerkschaft ver.di aufgerufen. Anlass war die erste Lesung des GKV-BStabG im Bundestag am darauffolgenden Tag. Die Veranstalter warnten vor den negativen Folgen des Gesetzes für Beschäftigte und Patientenversorgung durch die erheblichen finanziellen Belastungen für die Krankenhäuser.

Teil der Kundgebung, an der Vertreterinnen und Vertreter des Berliner Senats, des Abgeordnetenhauses und des Deutschen Bundestags teilnahmen, war eine visuelle Aktion. Neben einer Bettenblockade zerstörte ein Abrissbagger zwei Krankenhausbetten symbolisch.

BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner: „Wir bedanken uns bei allen Beschäftigten, Unterstützerinnen und Unterstützern für die große Beteiligung an der heutigen Kundgebung. Die hohe Resonanz zeigt, wie groß die Sorgen über die Folgen des GKV-Kürzungsgesetz sind. Statt zu reformieren, schwingt das Gesundheitskürzungsgesetz die Abrissbirne gegen die Daseinsvorsorge. Die Folgen werden alle Berliner zu spüren bekommen. Hier geht es nicht um gute Gesundheitsversorgung, sondern um Einsparungen zulasten der Patientinnen, Patienten sowie der Beschäftigten. Es wird Einschnitte in der Gesundheitsversorgung geben – wenn der Bund nicht endlich seine Hausaufgaben macht. Möglichkeiten, die GKV-Finanzen zu stabilisieren, gibt es: Der Bund darf die jährlichen 12 Milliarden Euro an versicherungsfremden Leistungen endlich nicht mehr den GKV-Beitragszahlern anlasten. Und er muss dafür sorgen, dass Struktur- und Qualitätsvorgaben, die den Krankenhäusern gemacht werden ,auch finanziert werden. Das Land Berlin muss bei der anstehenden Positionierung des Bundesrats gegen das Gesetz in dieser Form stimmen.“

zur Pressemitteilung

 

Symbolische Aktion bei der Kundgebung KlinikRETTUNG jetzt! Ein Abrissbagger zerstört ein Krankenhausbett. Foto Gregor Matthias Zielke

 

BKG Geschäftsführer Marc Schreiner auf der Protestbühne. Foto Gregor Matthias Zielke

Rede zur KlinikRETTUNG auf YouTube

Beschäftigte vieler Berliner Krankenhausträger protestierten gegen das GKV-Kürzungsgesetz. Foto Gregor Matthias Zielke

 

Leere Krankenhausbetten machen darauf aufmerksam: Keine Finanzierung bedeutet keine Krankenhausversorgung. Foto Gregor Matthias Zielke

 

Deswegen haben wir demonstriert:

Am 12. Juni wurde im Bundestag das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erstmals beraten. Für die Berliner Krankenhäuser und ihre Beschäftigten steht dabei viel auf dem Spiel: Weitere Kürzungen und Sparvorgaben drohen die ohnehin angespannte Lage der Kliniken dramatisch zu verschärfen.

Früher haben wir uns für die Klinikoffensive eingesetzt. Jetzt müssen wir einen Schritt weiter gehen.  Die Kliniken müssen gerettet werden.

Statt die strukturellen Probleme des Gesundheitswesens zu lösen, gefährdet das „Gesundheitskürzungsgesetz“ die Existenz vieler Krankenhäuser und setzt die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner aufs Spiel.

Viele Krankenhäuser arbeiten bereits heute am Limit. Zusätzlicher finanzieller Druck bedeutet weniger Personal, weniger Leistungen und längere Wartezeiten. Was als Sparmaßnahme verkauft wird, droht zum Insolvenz-Booster für Krankenhäuser zu werden.

Deshalb sagen wir:

  • Krankenhausversorgung darf nicht kaputtgespart werden!
  • Das Spargesetz ist die Abrissbirne für eine gute Krankenhausversorgung.
  • KlinikRETTUNG jetzt!

Mit der Kundgebung setzten die Berliner Krankenhäuser und ver.di ein deutliches Zeichen gegen eine Politik, die auf dem Rücken von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten spart. Wir fordern nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Kürzungen.

Unsere Forderungen:

  • Versicherungsfremde Leistungen müssen gesamtgesellschaftlich und nicht aus GKV-Beiträgen finanziert werden.
  • Bürokratielast und kostentreibende Strukturvorgaben müssen abgebaut werden.
  • Die volle Tarifkostenrefinanzierung muss erhalten bleiben.
  • Die starre Deckelung der Krankenhausvergütung ohne Gestaltungsspielräume für Kostensenkungen und Tarifrate muss verhindert werden.
  • Statt Kahlschlag sollte das Pflegebudget maßvoll weiterentwickelt werden.

Das Forderungspapier der Krankenhäuser zum Download:

BKG_Was sich am GKV-Spargesetz ändern muss_Unsere Forderungen

GKV-Sparvorschläge gefährden Versorgung in Berlin -Rückblick auf die Pressekonferenz vom 7. Mai 2026

Großes Medieninteresse herrschte bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Berliner Krankenhausgesellschaft, Kassenärztliche Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin und Psychotherapeutenkammer Berlin

Gesundheitsakteure warnen vor Versorgungseinschnitten

Mit einer Pressekonferenz haben am 7. Mai 2026 die Berliner Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Berlin, die Ärztekammer Berlin und die Psychotherapeutenkammer Berlin vor gravierenden Auswirkungen des GKV-Sparpakets gewarnt.  Leistungsträger und Berufsvertretungen erwarten spürbare Einschnitte in der Krankenhausversorgung, in Arztpraxen und in der psychotherapeutischen Versorgung. Einigkeit besteht darüber, dass Konsolidierungsmaßnahmen notwendig sind. Statt pauschaler Kürzungen fordern die Beteiligten jedoch gezielte und vertretbare Maßnahmen.

 

Vier Gesundheitsakteure, eine Warnung: Unser Gesundheitssystem darf nicht kaputtgespart werden. Von lks. nach r.: Brit Ismer, Vorstandsvorsitzende Berliner Krankenhausgesellschaft; Dr. Burkhard Ruppert, Vorstandsvorsitzender Kassenärztliche Vereinigung Berlin; PD Dr. Peter Bobbert, Präsident Ärztekammer Berlin; Eva Schweitzer-Köhn, Präsidentin Psychotherapeutenkammer Berlin