
Am 11. Juni wird im Bundestag das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erstmals beraten. Für die Berliner Krankenhäuser und ihre Beschäftigten steht dabei viel auf dem Spiel: Weitere Kürzungen und Sparvorgaben drohen die ohnehin angespannte Lage der Kliniken dramatisch zu verschärfen.
Statt die strukturellen Probleme des Gesundheitswesens zu lösen, gefährdet das „Gesundheitskürzungsgesetz“ die Existenz vieler Krankenhäuser und setzt die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner aufs Spiel.
Viele Krankenhäuser arbeiten bereits heute am Limit. Zusätzlicher finanzieller Druck bedeutet weniger Personal, weniger Leistungen und längere Wartezeiten. Was als Sparmaßnahme verkauft wird, droht zum Insolvenz-Booster für Krankenhäuser zu werden.
Mit der Kundgebung setzen die Berliner Krankenhäuser und ver.di ein deutliches Zeichen gegen eine Politik, die auf dem Rücken von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten spart. Wir fordern nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Kürzungen.

Mit einer Pressekonferenz haben am 7. Mai 2026 die Berliner Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Berlin, die Ärztekammer Berlin und die Psychotherapeutenkammer Berlin vor gravierenden Auswirkungen des GKV-Sparpakets gewarnt. Leistungsträger und Berufsvertretungen erwarten spürbare Einschnitte in der Krankenhausversorgung, in Arztpraxen und in der psychotherapeutischen Versorgung. Einigkeit besteht darüber, dass Konsolidierungsmaßnahmen notwendig sind. Statt pauschaler Kürzungen fordern die Beteiligten jedoch gezielte und vertretbare Maßnahmen.
